Warum Eiweiß nicht gleich Eiweiß ist


Als ich neulich durch das Internet surfte, viel mir ein Dokument[1] auf, das von Royal Canin herausgegeben wurde. Es ging darin, um die Deklaration von Hundefutter. Darin war die folgende Frage enthalten:
„Warum wird der Fleischanteil bei ROYAL CANIN nicht angegeben?“
Interessant dachte ich, denn das frage ich mich seit Jahren. Ist doch der Fleischanteil für einen Fleischfresser wie den Hund nicht gerade irrelevant. Oder etwa doch?

Die Antwort von Royal Canin lautet:
„Worauf es bei den Zutaten wirklich ankommt, das sind die Nährstoffe (Aminosäuren, Fette, Kohlenhydrate), die sie für Hunde und Katzen liefern. Die ernährungsphysiologische Qualität von Hunde- und Katzennahrung ist nicht abhängig vom Prozentsatz an Fleisch, das sie enthält, sondern vielmehr von der Menge, Qualität und Vielfalt an Nährstoffen sowie von deren Verdaulichkeit und Bioverfügbarkeit für den Organismus der Tiere.

Wird auf einer Packung nur der Fleischgehalt angegeben, so ist das keinerlei Garantie für die Qualität des Produkts, da diese nur von den ernährungsphysiologischen Eigenschaften des verwendeten Fleisches abhängig ist. Aus diesem Grund hat sich ROYAL CANIN dafür entschieden, die einzelnen Nährstoffe und deren Gehalte auf seinen Produkten anzugeben und nicht nur einfach die verwendeten Zutaten.“
Ach so, und ich dachte immer, das hätte andere Gründe... ;)

Spaß beiseite, ich denke, es ist eine gute Idee, sich ein Futter von Royal Canin genauer anzusehen und die Sinnhaftigkeit der Aussage vor allem in Hinblick auf das im Futter enthaltene Eiweiß etwas genauer zu prüfen. Eiweiß bzw. bestimmte, darin enthaltene Aminosäuren sind für den Hund essenziell. Das heißt, er kann ohne sie nicht leben. Ein Eiweißmangel führt zu verminderter Fresslust, Durchfällen oder Parasitenbefall und dazu, dass das Fell des Hundes langfristig stumpf und brüchig wird. Ist der Mangel extrem, kann es zu einer Anämie kommen.[2] Aber Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß, wie wir gleich sehen werden.


Royal Canin bietet spezielle Futter für viele Hunderassen an. Da es für Rhodesian Ridgebacks aber keine spezielle Sorte gibt, muss heute der Cavalier King Charles Spaniel (CKCS) herhalten.
Zusammensetzung von Royal Canin Breed Cavalier King Charles 27 Adult Hundefutter: Reis, Geflügelmehl, Pflanzenproteinisolat, Mais, Tierfett, tierisches Eiweiß (hydrolysiert), Lignozellulose, Rübentrockenschnitzel, Mineralstoffe, Fischöl, Sojaöl, Borretschöl, Tomaten (enthalten Lykopen), Fructo-Oligosaccharide, L-Arginin, L-Lysin, Taurin, DL-Methionin, Mannan-Oligosaccharide, Natriumtriphoshpate, Kaliumcitrat, Ei getrocknet, Polyphenole (aus Trauben und Grünem Tee), Hydrolysat aus Krustentieren (reich an Glukosamin), Studentenblumenextrakt (reich an Lutein), Hydrolysat aus Knorpel (reich an Chondroitin).

Analyse:
Rohfaser 3.0 %
Rohprotein 27.0 %
Rohasche 5.7 %
Rohfett 14.0 %
Stärke 37.1 %
Schauen wir uns die Behauptung von Royal Canin genauer an:
„Worauf es bei den Zutaten wirklich ankommt, das sind die Nährstoffe (Aminosäuren, Fette, Kohlenhydrate)...“
Ja, das ist tatsächlich so. Die Nährstoffe sind wichtig und es ist entscheidend, aus welcher Quelle die 27 % Rohprotein, die im diesem Futter enthalten sind, stammen. Hunde – ja, auch CKCS – sind Beutefresser. Das waren sie schon immer. Ihr gesamter Organismus ist auf die Verwertung von Beutetieren eingestellt. Sie vertragen als opportune Fleischfresser auch Proteine aus anderen Futterquellen, aber im Hinblick auf die Qualität der Proteine, sind jene aus tierischen Quellen vorzuziehen. Das hängt mit der Aminosäurenzusammensetzung des Eiweißes zusammen. Je ähnlicher das Muster des Futtereiweißes jener Strukturen sind, die im Hundekörper neu gebildet werden sollen (z. B. Haut, Haare), desto hochwertiger ist das Futtereiweiß für den Hund, weil die biologische Wertigkeit viel höher ist.[3] Dies ist natürlich vor allem im Wachstum oder während der Trächtigkeit von Bedeutung, aber auch der Organismus ausgewachsener Tiere unterliegt ständigen Erneuerungsprozessen, sodass eine ständige Zufuhr hochwertiger Eiweiße sichergestellt werden sollte.

Erwartungsgemäß hat Fleisch eine optimale Aminosäurenzusammensetzung für den Hund. Daher gelten Proteine aus Fleisch als besonders hochwertig. Auch Innereien und Milchprodukte, sowie Eier weisen eine ideale Struktur auf. Rinderpansen und andere Mägen haben eine befriedigende Aminosäurenzusammensetzung. Bindegewebsreiche Schlachtabfälle (Grieben, Lunge, Euter, Schwarten) haben eine schlechtere Zusammensetzung als Pansen und Mägen. Die Aminosäurenzusammensetzung von Eiweiß aus Getreide oder Pflanzen ist deutlich schlechter als bei tierischen Produkten. Das ist auch nachvollziehbar, denn wenn es bei der biologischen Wertigkeit darum geht, dass die Aminosäurenzusammensetzung dem Gewebe im Hundekörper möglichst ähnlich sein soll, dann ist es nur logisch, dass Getreide wesentlich schlechter abschneiden muss als Fleisch, auch wenn der Hund es verwerten kann.[4] Ein Hundekörper besteht nun einmal nicht aus Weizenähren oder Popcorn. Fehlen eine oder mehrere Aminosäuren, wird die Proteinsynthese eingeschränkt. Man spricht in diesem Fall von limitierenden Aminosäuren.[5] Abgesehen davon, ist eine ungünstige Aminosäurenzusammensetzung nicht nur ernährungsphysiologisch fragwürdig, sie kann bei sehr ungünstigen Verschiebungen auch andere Folgen haben, wie z. B. gesteigertes Aggressionsverhalten bei Hunden.[6]

Diese Grafik zeigt die Aminosäurenzusammensetzung typischer Futtermittel bezogen auf 100 g Trockensubstanz. Der grüne Balken zeigt die optimale Zusammensetzung für den Hund an, hier am Beispeil von Hühnerbrustfleisch. Wie man gut erkennen kann, weicht die Zusammensetzung von Rindergrieben, Mais oder Soja und auch von Geflügelmehl sehr stark davon ab. Es ist nicht nur so, dass man z. B. viel mehr Mais oder Rindergrieben füttern müsste, um die gleichen Mengen an bestimmten Aminosäuren zuzuführen, das Verhältnis stimmt auch nicht überein. So enthält z. B. Geflügelmehl annährend so viel Arginin wie Hühnerbrust, aber dafür wesentlich weniger Lysin oder Histidin.

Demzufolge ist die folgende Aussage aus meiner Sicht nicht ganz richtig:
„Die ernährungsphysiologische Qualität von Hunde- und Katzennahrung ist nicht abhängig vom Prozentsatz an Fleisch, das sie enthält, sondern vielmehr von der Menge, Qualität und Vielfalt an Nährstoffen sowie von deren Verdaulichkeit und Bioverfügbarkeit für den Organismus der Tiere.“
Denn die Qualität der Nährstoffe hängt sehr wohl von ihrer Herkunft ab. Wie sich gezeigt hat, verfügt beispielsweise Eiweiß aus Fleisch über eine wesentlich höhere biologische Wertigkeit für Hunde als Eiweiß aus Getreide, Geflügelmehl oder Soja. Daher ist es natürlich entscheidend, dass das Eiweiß, was der Hund zu sich nimmt aus Fleisch stammt und nicht aus Getreide oder Soja. Der Prozentsatz an Fleisch im Futter ist also sehr wichtig. Natürlich gleicht z. B. Royal Canin das Missverhältnis an Aminosäuren wieder aus, indem dem Futter essenzielle Aminosäuren (in diesem Fall L-Arginin, L-Lysin & DL-Methionin) gesondert hinzufügt werden. Nun stellt sich nur die Frage nach dem Warum, wenn man ganz einfach Fleisch verwenden könnte, indem doch die optimale Zusammensetzung bereits von Natur aus vorliegt…

Wenn die fehlenden Aminosäuren der Grundlage nachträglich hinzugefügt werden, könnte man sich natürlich fragen, was denn dann letztendlich das Problem sei. Nun, das Problem dabei ist, dass minderwertige Eiweiße nicht hauptsächlich im Dünndarm, sondern im Dickdarm verdaut werden. Im Dünndarm findet die Verdauung enzymatisch statt, im Dickdarm ist sie aber fast ausschließlich mikrobieller Natur, was nicht nur ineffizient ist, sondern aufgrund der erheblichen Ausschüttung von Ammoniak und Aminen zu einer Belastung des Organismus führt.[7] Das trifft im Übrigen auch auf einige Kohlenhydrate zu [8], die natürlich mit ungeeigneten Futtermitteln zusätzlich in den Verdauungstrakt des Hundes gelangen. Je mehr minderwertiges Eiweiß man zuführt, desto mehr Gesamteiweiß gelangt natürlich in den Körper, weil man die ungünstige Zusammensetzung ausgleichen muss. Und je mehr Eiweiß zu verstoffwechseln ist, desto mehr Eiweißabbauprodukte entstehen, die von Nieren und Leber abgebaut werden müssen. Warum also den Körper überhaupt mit minderwertigen Eiweißen und vielen Kohlenhydraten belasten…? Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund. Es sei denn, man führt finanzielle Gründe auf, denn Fleisch ist nun einmal im Gegensatz zu Getreide und Soja oder Geflügelmehl sehr teuer.

Nun gut, sehen wir weiter:
„Wird auf einer Packung nur der Fleischgehalt angegeben, so ist das keinerlei Garantie für die Qualität des Produkts, da diese nur von den ernährungsphysiologischen Eigenschaften des verwendeten Fleisches abhängig ist.“
Das ist wiederum richtig, aber nicht weil Fleisch nicht beste ernährungsphysiologische Eigenschaften hätte, sondern weil es für das Wort „Fleisch“ keine eindeutige Definition im Futtermittelrecht gibt. Wenn ein Hersteller mit einem Fleischanteil von 70 % wirbt, heißt das noch lange nicht, dass das Futter 70 % Muskelfleisch enthält. Es kann auch sein, dass sich hinter dem Begriff in Bezug auf die Aminosäurenzusammensetzung minderwertige tierische Erzeugnisse verbergen wie z. B. bindegewebsreiche Schlachtabfälle oder Nebenprodukte wie Hufe oder Federn. Daher sollte man darauf achten, dass eine offene Deklaration vorliegt und der Hersteller angibt, welche Teile vom Schlachttier in welchem Verhältnis verwendet wurden, z. B. 40 % Kronfleisch, 20 % Pansen etc. Angaben wie „Geflügelmehl“ oder „tierisches Eiweiß“ wie im o. g. Futter vorkommend, sind wenig aufschlussreich.
„Aus diesem Grund hat sich ROYAL CANIN dafür entschieden, die einzelnen Nährstoffe und deren Gehalte auf seinen Produkten anzugeben und nicht nur einfach die verwendeten Zutaten.“
Nun ja, der Hersteller gibt im ersten Satz als Beispiel für das Wort Nährstoffe „Aminosäuren“ an. Ich konnte bei keinem Produkt des Herstellers den Anteil sämtlicher Aminosäuren finden. Es werden nur jene Aminosäuren angegeben, die zusätzlich hinzugefügt werden. Abgesehen davon, sind die Angabe der Einzelfuttermittel (z. B. Geflügelmehl, Reis) oder der Gruppen von Einzelfuttermitteln (z. B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse) bzw. die Nennung der Analysedaten (z. B. Rohprotein, Rohfaser) ohnehin vom Gesetzgeber vorgeschrieben. D. h. würde Royal Canin „einfach die verwendeten Zutaten“ angeben, müssten diese Daten ohnehin zusätzlich geliefert werden. Diese Aussage spiegelt also m. E. keinesfalls die Transparenzbemühungen des Herstellers wider.

Für eine Beurteilung, ob ein Futter qualitativ hochwertig ist oder nicht, wären aber die konkreten Zutaten und vor allem das Verhältnis, in dem sie verwendet werden, viel wichtiger. Woher soll der Verbraucher denn bitte wissen, wie sich das „Geflügelmehl“ im o. g. Futter zusammensetzt? Wie viel Reis wird eingesetzt? Und was zum Teufel ist Pflanzenproteinisolat? Mir persönlich wäre wichtig, dass der Haupteiweißlieferant des Hundefutters Muskelfleisch ist, gefolgt von Pansen und Innereien. Getreide sollte nur in geringen Mengen (ca. 10 %) enthalten sein und eher als Energielieferant, denn als Eiweißlieferant dienen. Was eher nicht enthalten sein sollte, sind Zutaten wie Hühnerschnäbel oder Federn. Kann man das bei dieser Form der Deklaration erkennen? Nein! Die angegebenen Informationen lassen keinen Schluss darüber zu, wie viel Rohprotein in dem Futter nun aus Futtermitteln mit optimaler Aminosäurenzusammensetzung stammt und wie viel aus minderwertigen Quellen.

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich würde ein offene Deklaration (Angabe von Einzelzutaten und deren Verhältnis in %) eindeutig bevorzugen…

Fazit
Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß. Für Hunde ist entscheidend, aus welcher Quelle das Eiweiß stammt. Sie sollte tierischen Ursprungs sein und eine optimale Aminosäurenzusammensetzung aufweisen. Demzufolge sollte der Haupteiweißlieferant des Futters in jedem Fall Muskelfleisch sein, ergänzt durch Eiweiß aus Pansen oder Innereien. Bindegewebsreiche Schlachtabfälle und Nebenprodukte sollten nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden. Getreide und Pflanzen dienen lediglich als Energie- und Ballaststofflieferant, ergänzt durch tierisches Fett, welches die Hauptenergiequelle darstellt.

____________________________
[1] http://www.royal-canin.de/fileadmin/media/royal-canin.de/News_Specials/FAQ/ROYALCANIN-VET-Artikel-zur-Deklaration.pdf
[2] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 65 f.
[3] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 60.
[4] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 100 ff.
[5] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 60.
[6] Meyer/Zentek (2010): Ernährung des Hundes, S. 137.
[7] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 58.
[8] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 41.

Kommentare

  1. Toll was für Mühe Du Dir immer gibst!!!!
    Macht Spaß Deine Beiträge zu lesen!!!

    LG,
    Yvonne

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  2. Hallihallo,

    das ist ja mal eine ausführliche und vor allem sachliche Auseinandersetzung mit Royal Canin, danke dafür!

    Ich bin gerade auf dem "Trip", meinen Rhodesian Ridgeback noch besser mit einer guten Nahrung zu versorgen. Deshalb kommt mir Dein Artikel gerade sehr recht. Da ich meinen Süßen vor allem mit Barf-Futter ernähre, mich schon öfter über die Angaben von Royal Canin gewundert habe (dementsprechend auch gemieden habe) und daher oft auf Ergänzungsprodukte (http://www.tackenberg.de/shop/nahrungsergaenzung)ausgewichen bin, um sicherzustellen, dass auch wirklich alle Nährstoffe ausreichend vorhanden sind, freue ich mich umso mehr, dass Du für Aufklärung gesorgt hast.

    Lieben Dank dafür!
    Anni

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  3. Ich hab heute wieder auf den Seiten hier gelesen. Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung!

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  4. Hallo Nadine!

    Wow was ein blog!! meinen tiefen Respekt!
    Habe KEINE (private oder Kommerzielle) Seite gefunden, die sich so umfangreich, ehrlich, schonungslos und offen den Themengebieten rund um den vierbeinigen Freund widmet!
    Auch wir haben einen :) "Nacho", 1,5Jahre alter Retriever-Mix.
    Nun leben wir allerdings nicht in D-land, sondern in der Nähe von Barcelona und hier sind (abgesehen von den "normalen" Impfungen, die wir ab jetzt auch "nur noch" im 3Jahresrhythmus fortführen werden) leider auch Präventivmaßnahmen für Leishmaniose und Herzwürmer ratsam.
    Was meinst du dazu? Wie würdest Du vorbeugen?
    Was hälst du von Permethrin/ Deltamethrin (für Leishmaniose-prophylaxe, als Halsband oder spot-on ? Die restl. Ungeziefer-repellents (für Zecken, Flöhe, Milben) fallen natürlich damit weg.
    Herzwürmer sind hier leider auch verstärkt aufgetreten in den letzten Jahren, meist durch afrikanische/asiatische Moskitos 'importiert'.

    Wäre für eine Meinung deinerseits sehr dankbar!
    Weiterhin soviel Hingabe und Erfolg mit Deinen Blog!
    Wünschen die 3Catalanen: MiQ, EvA & Nacho

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  5. Ein sehr schöner und gut belegter Beitrag, nur ist leider übersehen worden, dass Hunde, die rein Pflanzlich ernährt wurden bis zu doppelt so alt werden wie ihre Fleischfressenden Artgenossen.
    Für Mensch und Tier birgt der konsum von Tierischen Eiweißen und Fetten viele gesundheitliche Risiken, das ist der wissenschaft schon seit jahrzehnten bekannt, desshalb möchte ich hinzufügen, dass es nichts gibt, was dagegen spricht den geliebten Vierbeiner ohne Fleisch zu ernähren, auch wenn jede Pflanze für sich allein kein hochwertigeres Eiweiß als Fleisch enthält, so kann durch durchdachte kombination von Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse hochwertigste Eiweise "gebastelt" wedrden, dies gild für den Menschen wie für den Hund und wie ein Mann aus Afrika an seinem Hauslöwen gezeigt hat (ursprünglich mit dem ziel des Löwen Mundgeruch zu bekämpfen) sogar für Tiere die sich in der Natur nur von Fleisch ernähren...

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  6. Ich muss sagen, dass es mir sehr schwer fällt, einen solchen Kommentar nicht zu löschen... Ich bekomme regelrecht Kopfschmerzen, wenn ich lese, dass es sich lebensverlängernd auswirken soll, einem Lebewesen, welches biologisch gesehen ein Beutefresser ist, minderwertiges Eiweiß (also Pflanzeneiweiß) zu geben. Da aber nun in den Raum geworfen wurde, dass Hunde dann doppelt so alt werden sollen (unser Familienhund Rocky wäre also nicht 15 geworden, sondern 30 und Neo wäre nicht mit 9 Jahren an Krebs verstorben, sondern hätte mit Hilfe von Soja & Co. das 18. Lebensjahr erreicht), würde mich die Studie interessieren, die das belegt.

    Der Hundekörper wird durch die Ausschüttung von Ammoniak und Aminen, die bei der Verdauung von pflanzlichem Eiweiß vermehrt anfallen, sehr stark belastet. Das ist einfach nicht weg zu diskutieren. Ein so ernährter Hund wird vermutlich auch ziemlich unglücklich oder gar aggressiv sein, denn es fehlt ihm an Tryptophan und damit auch an Serotonin. Und dadurch soll er dann doppelt so alt werden wie ein Hund, der biologisch artgerecht ernährt wird? Wirklich?

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