Dienstag, 24. Februar 2015

Rücksichtnahme geht vor die Hunde: Wenn Ignoranz zum Trend wird...

Manchmal ist es notwendig, vom Thema abzuweichen. Heute ist so ein Tag.

 

Neulich beim Tierarzt. Ich betrete das Wartezimmer, mein Hund hat starke Schmerzen. Nicht umsonst bin ich in der Praxis. Ich halte einen Maulkorb in der Hand, denn Schmerz kann die Geduld eines Lebewesens an seine Grenzen treiben. Eine andere Hundehalterin sitzt bereits im Warteraum und lässt ihren Hund zu uns laufen. Ich stelle mich zwischen die Hunde, um den fremden Hund von meinem kranken Vierbeiner fernzuhalten. Schließlich halte ich nicht umsonst den Maulkorb in der Hand. Mein Hund kommuniziert bereits eindeutig, dass ihm die Situation nicht behagt. Der fremde Hund beginnt sogar, sich zwischen meinen Beinen durchzudrängeln.Verzweifelt versuche ich, das zu verhindern. Die andere Tierhalterin interessiert das nicht. Sie möchte, dass ihr Hund „hallo“ sagt – egal, um welchen Preis. Es interessiert sie nicht, dass mein Hund vielleicht aggressiv sein könnte, es ist ihr egal, ob mein Hund eine ansteckende Krankheit hat oder was ich davon halte, dass ich nun meinen Hund abschirmen muss. Wichtig ist nur, dass sie ihr Ziel erreicht. Wichtig ist, möglichst ignorant zu sein.