Freitag, 18. Dezember 2015

Winter(speck), ade!

Wer kennt es nicht? In der Weihnachtszeit ist für uns eine Zeit angekommen, in der Schlemmen angesagt ist. Alle Jahre wieder legen viele Zweibeiner in der Adventszeit das eine oder andere Kilo zu. Wenn im Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, dann finden wie von Zauberhand Gänsekeule und Klöße ihren Weg auf unsere Teller und von da aus entweder häppchenweise direkt zwischen die Zähne des hungrigen Vierbeiners, der unter oder mit am Tisch sitzt oder später in den Napf. Und wenn in der Weihnachtsbäckerei eine Fülle von Plätzchen entsteht und der beste Freund des Menschen ganz lieb guckt – dann kann man einfach nicht widerstehen und ausnahmsweise bekommt der Hund dann auch mal einen Keks. Und wenn am Weihnachtsbaum die Lichter brennen, dann fragt man sich: Was bringt der Weihnachtsmann für Fiffi? Natürlich einen Fresskorb und zwar alle Jahre wieder!

Montag, 30. November 2015

Ist Fett gleich Fett? Über den richtigen Einsatz von Fetten und Ölen bei BARF

Da BARF-Rationen in der Regel (sehr) kohlenhydratarm sind, kommt dem Einsatz von Fetten bei dieser Fütterungsform eine besondere Bedeutung zu. Denn Hunde benötigen, wie alle Lebewesen, Energie. Ist das Futter zu energiearm bzw. stimmt das Verhältnis von Eiweiß- zum Energiegehalt der Ration nicht, hat das für den Hund gesundheitliche Nachteile. Langfristig können so Leber- und Nierenschäden entstehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dem Hund neben hochwertigem Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen auch ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen (mehr dazu in diesem Artikel). Die natürlichste Energiequelle stellt für einen Beutefresser selbstverständlich Fett dar, denn die meisten Beutetiere liefern nur extrem geringe Anteile an Kohlenhydraten. Gesunde Hunde vertragen daher auch sehr hohe Mengen an Fett, denn darauf ist ihr Verdauungssystem natürlicherweise ausgerichtet. Fette enthalten obendrein noch für den Hund essenzielle Fettsäuren, sind also bei BARF ein wichtiger Bestandteil des Futters. Es stellt sich aber die Frage, welche Fette eingesetzt werden sollten.

Montag, 26. Oktober 2015

Sinn und Unsinn von Futtermitteltests im TV


In der vergangenen Woche warteten viele Barfer ganz gespannt auf eine Fernsehsendung, die im NDR gezeigt werden sollte. Nach der Ausstrahlung von  „Die Tricks mit Hund und Katze - Mit Futter gelockt und bei Tierärzten abgezockt“ folgte jedoch die große Ernüchterung. Der reißerische Titel der Sendung hatte viele Tierhalter und sicher auch Tierärzte vor den Fernseher gelockt, doch die Sendung  hielt nicht wirklich, was sich die Zuschauer wohl versprochen hatten. Von Enttäuschung über den Inhalt der Sendung, wütenden Kommentaren bis hin zu erneuter Angst vor Fütterungsfehlern bei BARF waren die Reaktionen breit gefächert.

Montag, 19. Oktober 2015

Von Langerweile und Stress: Vierbeiner zwischen Bore- und Burnout-Syndrom


In vielen Internet-Foren berichten Hundehalter, täglich 4–6 Stunden mit ihren Hunden spazieren zu gehen – das entspricht ganz nebenbei bemerkt mindestens einem Halbmarathon für den Zweibeiner und das täglich!

Getreu dem Motto: Darf es auch etwas mehr sein, runden mehrere Sportkurse pro Woche den Beschäftigungsdrang des Herrchens oder Frauchens ab: Agility, Maintrailing, Obedience und vielleicht noch ein Frisbee-Kurs? Und am Wochenende geht es noch zu einer Ausstellung.

Auf der anderen Seite gibt es auch Tierbesitzer, die der Meinung sind, dass ein Vierbeiner ruhig 10 Stunden am Tag allein in einer 40-qm-Wohnung die Raufasertapete anstarren und mit zwei 15-minütigen Runden um den Block (natürlich an der Leine und auf einem Betonfußboden) zufrieden sein sollte. Zur Not tut es auch ein Katzenklo.

In einer Zeit, in der Hunde nicht mehr einfach nur Hunde sein dürfen, scheinen sie entweder die unerreichten sportlichen Ambitionen ihrer Besitzer erfüllen zu müssen, oder aber als eine Art lebendiges Möbelstück oder Statussymbol zu fungieren, dem keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Es gibt sogar spezielle Fertigfuttersorten für Hunde, die viel Zeit im Haus verbringen. Nicht nur Menschen, sondern auch ihre vierbeinigen Begleiter scheinen sich heute mehr denn je zwischen Bore- und Burnout-Syndrom zu bewegen, sich also entweder zu Tode zu langweilen oder aber völlig überfordert sind. Gibt es ihn noch, den goldenen Mittelweg? Und was würde ein Hund machen, wenn er die Wahl hätte?

Samstag, 10. Oktober 2015

Die Gretchen-Frage der Hundefütterung: Nun sag, wie hältst Du´s mit dem Getreide?

Eine Zutat, die recht häufig in kommerziellem Hundefutter vorkommt, hat in den letzten Jahren deutlich an Popularität verloren: Getreide. Die Nachfrage nach getreidefreien Sorten steigt und so tauchen vermehrt Produkte mit Kartoffeln oder anderen Stärkequellen auf.

Was ist davon zu halten? Treibt man da nicht den Teufel mit dem Beelzebub aus? Und warum lehnen viele Hundehalter, vor allem Barfer, solche Futterkomponenten ab? Erwächst diese Überlegung aus rein ideologischen Motiven – wie man bei einer Gretchen-Frage durchaus vermuten könnte? Wird zu viel Drama um das Thema gemacht, oder ist es schlichtweg sinnvoll, einen Hund lowcarb zu
ernähren?

Zunächst einmal ist es zweckmäßig, des Pudels Kern zu erkennen, wenn es um den Einsatz von Getreide & Co. und deren Sinnhaftigkeit als großer Bestandteil von Hundefutter geht. Brechen wir es herunter auf einen Nenner, nämlich auf Kohlenhydrate. Es soll bei dieser Betrachtung also gar nicht nur um Getreide gehen, sondern auch um andere Nahrungsmittel wie z. B. Pseudo-Getreide (Amaranth etc.), Kartoffeln oder Maniok.

All diese Dinge haben eins gemeinsam: Sie sind stark kohlenhydrathaltig.

Dienstag, 29. September 2015

BARF vs. Prey Model – was ist besser?

In Internetforen und Diskussionsgruppen schlagen sich zwei Gruppen von Rohfütterern regelmäßig die Köpfe ein, im Streit darum, wer nun das bessere Fütterungskonzept verfolgt. Es mutet häufig wie ein Religionskrieg an: Barfer und Preyer haben meist leider kein gutes Wort füreinander übrig. Ich persönlich finde diesen Streit abwegig und unnötig, denn man streitet sich bei genauerer Betrachtung über Feinheiten. Die Überschrift des Artikels ist natürlich provokant gewählt. Aber ruhig Blut, keines der beiden Modelle wird in diesem Artikel schlecht wegkommen. Schauen wir uns an, inwieweit sich die beiden Fütterungsmodelle überhaupt unterscheiden und noch wichtiger, was sie gemeinsam haben.

Dienstag, 18. August 2015

Einblicke in "Das BARF-Buch" - und die Geschichte dahinter

Wie ich bereits angekündigt habe, gibt es nun einige Einblicke in das Buch zum Blog (Bilder zum Vergrößern einfach anklicken). Es steckt jede Menge Herzblut in diesem Buch, sehr viel Zeit und Arbeit. Es war ein lange gehegter Traum von mir und viele von Euch - den Lesern meines Blogs - haben mich darin bestärkt, es doch einfach zu machen. Ganz so einfach war es natürlich nicht, aber hinter jeder Seite des Buches steht eine kleine, teilweise persönliche Geschichte. Und weil Ihr ein Teil der Geschichte seid (wie Ihr auch der Danksagung im Buch entnehmen könnt), möchte ich Euch dazu einladen, mich ein Stück weit auf dem Weg der Entstehung des Buches zu begleiten...

Freitag, 7. August 2015

Es ist da! Das Buch zum Blog: "Das BARF-Buch"

Es ist soweit, mein Buch ist fertig. Nach Monaten harter Arbeit habe ich es endlich geschafft. Das BARF-Buch ist sogar schon bei Amazon erschienen und kann vorbestellt werden. Ab Anfang September wird es dann auch geliefert.
http://www.amazon.de/gp/product/3000496327/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3000496327&linkCode=as2&tag=w002-21&linkId=CMRYTDYO6UR4FLJH

In Kürze werde ich auch einige Einblicke in das Buch geben und einige Seite als Vorschau-Version zur Verfügung stellen.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben und dazu gehören auch die Leser dieses Blogs. Ihr habt mich ermutigt, das Buch überhaupt zu schreiben und Eure Fragen und Anregungen haben mich stets motiviert, noch mehr über gesunde Ernährung von Hunden zu lernen. Vielen Dank dafür! Wenn es Euch gefällt, würde ich mich natürlich über eine Rezension bei Amazon freuen!

Dienstag, 24. Februar 2015

Rücksichtnahme geht vor die Hunde: Wenn Ignoranz zum Trend wird...

Manchmal ist es notwendig, vom Thema abzuweichen. Heute ist so ein Tag.

 

Neulich beim Tierarzt. Ich betrete das Wartezimmer, mein Hund hat starke Schmerzen. Nicht umsonst bin ich in der Praxis. Ich halte einen Maulkorb in der Hand, denn Schmerz kann die Geduld eines Lebewesens an seine Grenzen treiben. Eine andere Hundehalterin sitzt bereits im Warteraum und lässt ihren Hund zu uns laufen. Ich stelle mich zwischen die Hunde, um den fremden Hund von meinem kranken Vierbeiner fernzuhalten. Schließlich halte ich nicht umsonst den Maulkorb in der Hand. Mein Hund kommuniziert bereits eindeutig, dass ihm die Situation nicht behagt. Der fremde Hund beginnt sogar, sich zwischen meinen Beinen durchzudrängeln.Verzweifelt versuche ich, das zu verhindern. Die andere Tierhalterin interessiert das nicht. Sie möchte, dass ihr Hund „hallo“ sagt – egal, um welchen Preis. Es interessiert sie nicht, dass mein Hund vielleicht aggressiv sein könnte, es ist ihr egal, ob mein Hund eine ansteckende Krankheit hat oder was ich davon halte, dass ich nun meinen Hund abschirmen muss. Wichtig ist nur, dass sie ihr Ziel erreicht. Wichtig ist, möglichst ignorant zu sein.